06.09.2016 Engelburg
Alarmstufe: Engelburg 2.0

Dachstockbrand Sonnenhaldenstrasse

Um 03.04h wurde die gesamte Feuerwehr Gaiserwald zu einem Brand aufgeboten. Das Haus, welches sich noch im Rohbau befindet, ist mehrstöckig und es befindet sich an einer erhöhten Lage mit bester Aussicht. Die meisten Engelburger Kameraden sahen also schon bei der Fahrt ins Depot, dass es sich um einen grösseren Brand handelt, denn das Leuchten über der Sonnenhaldenstrasse verhiess nichts gutes.
Nur 7 Minuten nach dem Alarm sind die Kameraden aus Engelburg und Abtwil bereits auf der Anfahrt - Das bedeutet von Schlafen zuhause zu voll ausgerüstet unterwegs in den Einsatz innert 7 Minuten. Als das TLF Engelburg und der Einsatzleiter um 03.12h an der Sonnenhaldenstrasse eintreffen, steht der Dachstock des Hauses bereits im Vollbrand. Alle beteiligten Einsatzkräfte sind froh, dass noch niemand im Haus wohnt, der gerettet werden müsste.
Mit Wasser wird der Brand des obersten Stockes, welcher komplett aus Holz gebaut ist, von drei Seiten bekämpft. Parallel wird einen Innenangriff über das Treppenhaus und etwas später auch über das Baugerüst gestartet. Sofort wird auch der eintreffende Hubretter der Berufsfeuerwehr St. Gallen in Stellung gebracht, damit dieser den Löscheinsatz von oben unterstützen kann. So gelingt es, den Brand innert kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen.
Der Einsatz ist aber noch lange nicht vorbei! Mit Brecheisen, Äxten und Kettensägen müssen Abdeckungen geöffnet werden, damit die hartnäckigen Glutnester bekämpft werden können. Zum ersten Mal können wir ab dem TLF-Abtwil die neuinstallierte Schaumeinspritzung verwenden. Mit dem Beimischen einer geringen Menge Netzmittel, hat das Wasser weniger Oberflächenspannung und dringt somit besser in die Isolation und Holzkonstruktion ein. Diese Arbeiten ziehen sich bis gegen Mittag hin, bis auch das letzte Fünklein gelöscht ist.
Gleichzeitig mit den aufwendigen Löscharbeiten im obersten Stock, wird in allen Etagen Löschwasser abgepumpt um die Folgeschäden möglichst klein zu halten. Es wird auch abgeklärt, wohin das Löschwasser fliesst und ob diese Schächte auch in die ARA führen. Nachdem dies geklärt ist, wird die ARA informiert, damit sie auf kontaminiertes Löschwasser vorbereitet sind.
Wir sind mit dem Einsatz sehr zufrieden und dankbar dass niemand verletzt wurde. Die Feuerwehr Gaiserwald möchte sich herzlich bei allen beteiligten Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Sanität, kriminaltechnischen Dienst und weiteren für die gute Zusammenarbeit bedanken. Des weiteren Bedanken wir uns bei der Bevölkerung für die vielen netten Worte des Dankes, das Verständnis für unsere Arbeit und die vielen Tassen Kaffee eines Anwohners.
Ihre Feuerwehr Gaiserwald